Das ADAC Eifel Rallye Festival (20. – 22. Juli 2017) steht in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Motto: 6 Jahrzehnte Rallyesport. In der Rallye-Meile inmitten von Daun und auf den Wertungsprüfungen in der Vulkaneifel präsentieren sich Fahrzeuge und Piloten aus sechs Jahrzehnten. Die frühen 60er Jahre werden beispielsweise dokumentiert durch einen Ford Falcon (Monte Carlo, 64), einen Mercedes 300 SE (Akropolis, 63) oder einen Wartburg 312 (Akropolis, 66). Am anderen Ende der Zeitschiene steht der Hyundai i20 WRC von Thierry Neuville. „Unser Motto ‚6 Jahrzehnte Rallyesport‘ wird auch beim Welcome-Abend am Donnerstag das zentrale Thema sein“, sagt Orga-Leiter Otmar Anschütz (Daun), „aus jedem Jahrzehnt werden wir einen bekannten Teilnehmer vor Ort haben, der über besondere Gegebenheiten berichten und sicherlich auch einige Anekdoten zum Besten geben kann.“ Die 140 Startplätze für das Festival-Feld sind schon fast alle vergeben. „Uns liegen schon über 120 Nennungen vor“, erklärt Reinhard Klein (Köln), der ‚Boss‘ von Slowly Sideways, und ergänzt. „Was bei den diesjährigen Nennungen deutlich auffällt: Unsere Starter werden immer internationaler.“

Spektakel auf der ‚Hyundai Super Stage‘
Drei Tage, von Donnerstag bis Samstag, dauert das Eifel Rallye Festival. Einer der Höhepunkte für die Fans ist der Freitagnachmittag. Während alle anderen Wertungsprüfungen auf den schmalen Asphaltsträßchen in der Vulkaneifel rund um Daun ausgetragen werden, steht mit der ‚Hyundai Super Stage‘ eine reine Schotterprüfung auf dem Programm. Versehen ist sie mit allem, was das Fahrer- und auch Fan-Herz höherschlagen lässt. Driftkurven, eine Sprungkuppe und sogar eine Wasserdurchfahrt sorgen für spektakuläre Aktion. Nicht nur hier treffen zwei Generationen von Hyundai Motorsport aufeinander. Während der amtierende Vize-Weltmeister Thierry Neuville als Vorauswagen den Fans mit dem aktuellen i20 WRC erstmals in Deutschland einen WRC-Boliden der neuen Generation in Aktion präsentiert, pilotiert WM-Star Armin Schwarz den originalen Hyundai Accent WRC, den er 2003 bei der Rallye Monte Carlo bewegte.
„Beim Eifel Rallye Festival gibt es keine Zeitwertung, schließlich sind es Demonstrationsfahrten von oftmals unwiederbringlichen Original-Fahrzeugen. Aber die Fans können sicher sein, ich werde sehr zügig ‚demonstrieren‘“, verspricht Schwarz schmunzelnd. Der langjährige WM-Profi ergänzt: „Vielen Dank an Hyundai, die mir ermöglichen, mein Originalauto von 2003 nochmals ‚artgerecht‘ zu bewegen. Zudem ist das Festival ein toller Anlass in entspannter Atmosphäre die ‚alte Garde‘ und viele Wegbegleiter zu treffen, die ich lange nicht mehr gesehen habe“.

Cars und Stars aus sechs Jahrzehnten
Die 60er Jahre vertritt der gerade 80 Jahre jung gewordene Schwede Gunnar Palm, der 1963 an der Seite von Erik Carlsson die Rallye Monte-Carlo gewann und anschließend auch mit Hannu Mikkola unterwegs war. Mikkola wurde zwar 1983 Weltmeister, steht beim Eifel Rallye Festival aber für die 70er Jahre. 1974 gewann der Finne zusammen mit dem ebenfalls anwesenden John Davenport im Ford Escort RS1600 beim Heimspiel seinen ersten WM-Lauf. Für die 80er steht Kalle Grundel, der Schwede gewann 1985 im Peugeot 205 T16 die Deutsche Rallye-Meisterschaft. Die 90er werden durch den langjährigen WM-Star, Europa- und zweifachen Deutschen Rallye-Meister Armin Schwarz vertreten, für die erste Dekade des neuen Jahrtausends steht Matthias Kahle, mit sieben Titeln der deutsche Rekord-Meister. Die aktuelle Szene vertritt der amtierende Vize-Weltmeister Thierry Neuville.
Der Auftritt des aus St. Vith stammenden Belgiers beginnt am Donnerstag mit dem Shakedown, „da gibt es für Hyundai einige Mitfahren bei mir und ich kann jetzt schon versprechen, ich werde den Fans eine tolle Show bieten.“ Dazu bietet sich vor allem der Start auf der Hyundai Super Stage am Freitagnachmittag auf Schotter an. Der letzte Auftritt des WM-Piloten ist dann Freitagabend bei der Nachtprüfung in Sarmersbach, bevor er am frühen Samstag aus Termingründen abreist.
Eine ganz besondere Rolle in dieser Aufzählung spielt Stig Blomqvist. Der Weltmeister von 1984 ist der wohl weltweit einzige Pilot, der in allen sechs Jahrzehnten Rallyes gewinnen konnte. Begonnen hat seine einzigartige Erfolgsserie in den 1960er-Jahren mit Siegen in seiner schwedischen Heimat, der letzte Erfolg datiert aus 2015, als er im Porsche 911 die East African Safari Classic Rallye gewann. Die Geschichten und Anekdoten der Zeitzeugen unterlegt Kult-Filmer Helmut Deimel mit seinen gewohnt unterhaltsamen Kurzfilmen im Open-Air-Rallye-Kino in der Rallye-Meile.

Weitere Informationen auf : www.eifel-rallye-festival.de

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>