Audi Tradition und der Audi Club International luden ein zum Klassiker-und Motorfestival „Classic Days auf Schloss Dyck“ und wir folgten erwartungsvoll dieser Einladung – zu einem Oldtimer Treffen der besonderen Art mit hochkarätigen Teilnehmern und Fahrzeugen. Da waren u.a. Walter Röhrl , Walter Treser, Jochen Mass und zahlreiche andere Größen der Automobilgeschichte. Mehr als 400 historische Fahrzeuge, die einem im wahrsten Sinne den Atem raubten und Geschichte schrieben, ob im Rennsport oder Alltag.

Die Präsentation der Fahrzeuge erfolgte unterteilt in verschiedene Bereiche. Wir gesellten uns ins Dyckerfeld zu den zahlreichen Clubs. Inmitten von Riesen-China-Schilfgras wurde Platz geschaffen für die Oldieclubs und Interessen-Gemeinschaften.

Mit einem Lageplan in Hand machten wir uns auf den Weg, die verschiedenen Themenzonen zu erkunden. In einem Bereich des Schlosses konnte man picknicken oder gar campen. Diese Plätze sind aber sehr begehrt und leider schwer zu bekommen.
Das Gelände ist weitläufig. Um den Umfang dieses Treffens zu beschreiben, kann ich nur sagen, dass wir an einem Tag über 10 Kilometer gelaufen sind und uns gerne bei Freunden ausruhten. Danke für die Gastfreundschaft an den Treser Club, der sich auf der Cherry Lane präsentierte.
Walter Tresers T1 Sportwagen Prototypen wurde auf der Schlossinsel prämiert und bewiesen, dass sie ihrer Zeit voraus waren.

Eigentlich ist diese Veranstaltung an Reizüberflutung kaum zu übertreffen. Selbst die Teilnehmer kleiden sich zum Teil zeitgenössisch zu ihren Fahrzeugen. Begeistert haben mich die Bentley-Buben und Mädels, die sich auf eigener Achse aus England auf den Weg nach Schloss Dyck gemacht haben, um hier auf der Rundstrecke mitzufahren – und das mit Fahrzeugen aus den 20ern. Den Spaß den sie dabei hatten, konnte man sehen.

Walter Röhrl gab sich in einem Audi Quattro A2 Rally und Lancia 037 auf der Rundstrecke der Racing Legends die Ehre – ein Genuß !! Für diese Strecke wurde ein Teil der umliegenden Landstraße gesperrt, mit Heuballen an den Kurven gesichert und die Bäume mit Stoffen markiert. Es galt auf der Rundstrecke eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h – des einen Freud, des anderen Leid.
Die Autostadt widmete ihm eine Sonderausstellung „Walter Röhrl – ein Leben für den Motorsport”. Hier wurden die verschiedenen Fahrzeuge seiner Karriere ausgestellt.
Die Autogrammstunden sprengten wie gewohnt jeden Rahmen und Walter nahm sich die Zeit. Super!

Audi Tradition war in der Classic Corner zu finden und hatte auch ein paar ganz besondere Stücke dabei. Unter anderem die Replika eines Stromlinie Spezial Roadsters, mit dem die Auto Union 1939 die Mannschaftswertung der damals anspruchsvollsten Rallye der Welt gewann – Lüttich-Rom-Lüttich, ein Ritt über 4.000 Kilometer. Dank dem Historiker Ralf Hornung erfuhren wir viel Wissenswertes über die präsentieren Fahrzeuge. Es war sehr interessant die technischen Entwicklungen und Lösungen aus dieser Zeit zu bewundern und erklärt zu bekommen. Danke an die Mitarbeiter der Audi Tradition.

Die Classic Days auf Schloss Dyck sind auf jeden Fall sehenswert. Wir werden uns auch im nächsten Jahr wieder auf den Weg machen – auf eigener Achse, natürlich!

Weitere Bilder von Eric Engelhardt

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