Entschleunigung vom Alltag

Studien belegen, dass der Besitz eines klassischen Fahrzeugs selten eine rein rationale oder finanzielle Entscheidung ist. Vielmehr steckt dahinter eine tief verwurzelte emotionale Verbindung. Die Leidenschaft für Oldtimer ist ein bewusster Akt der Entschleunigung, die Suche nach Authentizität und ein Stück emotionale Erdung in einer zunehmend schnelllebigen Wegwerfgesellschaft.

Genau das konnte man auch beim 20. ADAC Young- und Oldtimertreffen der Motorsportfreunde Frammersbach Ende September erleben. Trotz angekündigten Regens und wenig spätsommerlichem Wetter füllten sich die Plätze am Sauerberg recht schnell. Auch wenn wir regelmäßig mit dabei sind, überrascht es uns jedes Jahr aufs Neue, welche automobilen Schätze es noch im näheren Umkreis zu entdecken gibt.

Ein besonderes Beispiel dafür war eine äußerst seltene Kombi-Variante des Alfa Romeo Alfasud, die sogenannte „Giardinetta“. Während der klassische Alfasud insgesamt hunderttausendfach gebaut wurde, entstanden von der Giardinetta weltweit lediglich 5.899 Exemplare. Entsprechend selten sind heute gut erhaltene Fahrzeuge dieser außergewöhnlichen Variante zu finden.

Moderne Fahrzeuge nehmen dem Fahrer vieles ab und schirmen ihn zunehmend von der Technik ab. Ein Oldtimer dagegen fordert noch ungefilterte Aufmerksamkeit: Man riecht, hört und spürt die Maschine. Ein solches Fahrzeug zu erhalten, zu pflegen und zu fahren, schafft eine ganz eigene Verbindung zur Technik – und erdet in einer Welt, die sich immer rasanter digitalisiert.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind wir von gmg für euch und eure klassischen VW, BMW und Audi da. Denn wir finden: Die Straßen dürfen ruhig ein bisschen analog bleiben. Und das ist in unserer heutigen Zeit sicherlich alles andere als das Schlechteste.